Ehrenamtliche Angestellte für Moscheeführungen

 

Stellenanzeige:

Ehrenamtliche Angestellte für Moscheeführungen

Die Basler Muslim Kommission sucht ab sofort ehrenamtliche Angestellte für Moscheeführungen in Basel und Baselland.

Jährlich werden dutzende Moscheeführungen für Schulklassen, Studierende, Religionsgemeinschaften und Interessierte durchgeführt. Die BMK, als Dachverein von 18 Glaubensgemeinschaften in Basel möchte den interreligiösen Dialog in Basel fördern und dieses Angebot stärken.

Ihr Aufgabengebiet:

Ihr Profil:

• Das Verwalten von Anfragen und die Beantwortung allfälliger Fragen

• Vereinbaren von Terminen mit den Besuchern und der entsprechenden

Moschee

• Selbständige Vorbereitung und Ausführung der Moscheeführungen

• Kenntnisse über die Moscheen in Basel

• Grundlagenwissen über den Islam sind erforderlich

• Sehr gute Deutschkenntnisse – weitere Sprachen sind von Vorteil

• Erste Erfahrungen in Führung und Präsentieren sind wünschenswert

• Selbstständige Arbeitsweise und Kreativität

• Bereitschaft zu Verantwortungsübernahme

• Hohe Flexibilität

Wenn Sie an dieser spannenden und abwechslungsreichen Aufgabe interessiert sind, nutzen Sie vorzugsweise bitte die nachstehende E-Mail-Adresse und senden Sie uns Ihren vollständigen CV und Ihren frühestmöglichen Einstiegstermins zu.

Bewerbungen per Mail an Sena Kuzören: sena.kuzoeren@bmk-online.ch

Nähere Infos finden Sie auf unserer Website: www.bmk-online.ch

Interreligiöses Gespräch zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag

–> Flyer-PDF

So. 15. September 2019, 19 Uhr

Interreligiöses Gespräch zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag

„Ohne uns läuft (fast) nichts!“
Der Beitrag der Glaubensgemeinschaften für die Gesellschaft

Ort: Oekolampad, Allschwilerpl. 22, 4055 Basel
Veranstalter: Interreligiöse Arbeitsgruppe Dank-, Buss und Bettag beider Basel

Programm:

Impulsreferat: Felix Hafner (Professor für Öffentliches Recht, Universität Basel)

Interreligiöses Podiumsgespräch:
– Mazen Abdel-Rahman (Ferdaws Moschee, Islamische Kulturstiftung Basel)
– Visnusuthan Vairavipillai (Hindu Tempel Basel)
– Nadir Bal (Präsident der Alevitischen Jugendunion Europa)
– Simone Berger Battegay (jüdische Projekteiterin CJP, Mitglied der IGB Basel)
– Barbara Heer (Grossrätin SP Basel-Stadt, Studienleiterin Ref. Kirchgemeinde Biel)

Moderation: Antonia Moser (Radio SRF)

Musik: Heidi Gürtler (Akkordeon)

Apéro (Schluss ca. 21:00 Uhr)

«Wir müssen sachlich bleiben»

–> BaZ Beitrag

–> PDF

29.08.2019 Beitrag:

«Wir müssen sachlich bleiben»

Selim Karatekin, Präsident der Basler Muslimkommission, nimmt zu den vielen Vorwürfen Stellung.

Donnerstag 29. August 2019 13:29 

von Serkan Abrecht

Personen aus der Hicret-­Moschee berichten, dass Sie sie bedroht hätten, weil sie aus der Basler Muslimkommission (BMK) austreten wollten. Ihr Vater habe gedroht, den Hicret-Präsidenten beim Abendgebet als «Abtrünnigen» zu denunzieren. Auch das Schreiben an die Presse soll von der BMK selbst und nicht von der Hicret-Moschee verfasst worden sein. Was sagen Sie dazu?
Das sind übertriebene Gerüchte. Mein Vater hatte keinen Kontakt zum Präsidenten der Hicret-Moschee. Das Schreiben stammt vielleicht nicht vom Moschee-Präsidenten selbst, aber wir haben das nicht geschrieben. Ich kann auch nicht sagen, wer es geschrieben hat. Zu den angeblichen Druckversuchen: Das eine Vorstandsmitglied hat ohne Rücksprache mit dem Rest des Vorstands ein Austrittsschreiben an uns verfasst …

… gemäss dem Stadtentwickler Lukas Ott wurde er dort gemeinsam von Mitgliedern der Moschee vor Ort über ihren geplanten Austritt informiert.
Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Ich war dort nicht anwesend. Was ich weiss, ist, dass das Austrittsschreiben ohne Absprache mit dem Vorstand an uns gesendet wurde. Unser Standpunkt ist: Wer austreten will, darf das, muss aber ein formelles Austrittsschreiben einreichen – und nicht einfach eine E-Mail.

Aber wie kommt der Stadtentwickler dazu, zu sagen, dass Sie Druck auf die Moschee ausgeübt haben? Ein Vorwurf, den Mitglieder uns auch zugetragen haben.
Ich glaube, dass der Druck vielmehr in der Moschee selbst stattgefunden hat. Von uns gab es keine Drohungen und Druckversuche.

Aber wieso konstatiert der Stadtentwickler dies?
Das müssen Sie ihn fragen.

Auf die Kritik hat die BMK sehr heftig reagiert. Ihr Mitglied, Yavuz Tasoglu, hat ihm die Kompetenz als Stadtentwickler abgesprochen. Getroffene Hunde bellen. Und Sie bellen momentan sehr laut.
Unsere offizielle Stellungnahme war sachlich. Herr Tasoglu war über die Worte von Ott derart enttäuscht, dass er via Facebook seinem Unmut Luft machte. Im Nachhinein hat er eingesehen, dass es nicht die richtige Art war, wie wir es sonst pflegen.

Aber das war ja nicht der erste Ausfall. Ihr Bruder und ehemaliger Sprecher, Serhad Karatekin, hat in der Vergangenheit auch bereits Kritikern und Journalisten gedroht.
Leider habe ich diese Aussagen von damals nicht nochmals gelesen. Das eine ist: Diese Facebook-Posts wurden auf Türkisch geschrieben. Beim Übersetzen kann es sein, dass Wörter, die im türkischen Sprachgebrauch als normal gelten, auf Deutsch ein wenig brachial klingen. Aber wir haben uns besprochen und uns geeinigt, dass das nicht das richtige Vorgehen sein kann. Sie müssen aber auch sehen, dass die muslimische Community sehr unter Druck steht. Das macht die Situation sehr angespannt. Dennoch: Wir müssen sachlich bleiben.

Die BMK stand auch in der Kritik, weil sie Graue Wölfe, türkische Rechtsextremisten, in ihren Reihen duldet und sich nicht von ihnen distanziert. Wo ziehen Sie die rote Line?
Sie sprechen hier konkret die Mevlana-Moschee an, die es seit 20 Jahren gibt. Die BMK hat sich den liberalen Werten der Schweiz verschrieben. Wenn wir klare rechtsextreme Propaganda wahrnehmen, würden wir uns natürlich dazu äussern und Massnahmen ergreifen. Aber dem ist nicht so.

Aber da mussten Sie schon beide Ohren und Augen ­zudrücken, um die Propaganda der Mevlana zu übersehen.
Meine persönliche Erfahrung zeigt eine andere Wahrnehmung. Das sind ganz normale Basler Bürger, die arbeiten und auch nicht straffällig sind. Die BMK ist dazu da, um den Dialog zu führen. Da ist es doch erst recht richtig, dass wir zu allen Moscheen einen guten Zugang haben.

Der BMK wurde in der Ver­gangenheit oftmals Nähe zur türkischen AKP nachgesagt. Sie waren einst Mitglied der SP, wo man Ihnen auch AKP-Nähe vorwarf. Wo stehen Sie ­politisch?
Es ist sehr schwierig, dies einfach auszudrücken. Grundsätzlich komme ich aus einem apolitischen Haushalt. Wir waren nie in der türkischen oder schweizerischen Politik engagiert. Politisiert wurde ich durch die Geschichte mit der Kasernen-Moschee. Die SP war damals sehr engagiert, weshalb ich mich entschloss, beizutreten. Aber es ist schwierig, mich politisch in ein Links-rechts-Schema einzuordnen. Ich habe viele politische Schnittmengen. Die Vorwürfe, dass ich AKP-nahe bin, stimmen nicht. Ich bin weder Parteimitglied, noch wähle ich in der Türkei. Türkische Politik ist mir zu aggressiv.

Was sagen Sie zu den Vor­würfen von Basler Moscheen, dass Sie zu radikal seien? Ihre Moschee, die Fetih-Moschee, wird vom türkischen Staat unterstützt.
Die Imame kommen aus der Türkei – korrekt. Aber ich kenne ihre politische Ausrichtung nicht. In der Moschee geht es um Religionsvermittlung. Doch ich verstehe, dass wir deshalb unter Verdacht stehen. Aber in der BMK sind 18 Moschee-Vereinigungen vertreten. Die haben alle unterschiedliche politische Meinungen. Die BMK ist neutral.

Stichwort Dialog: Wie geht es weiter mit Lukas Ott?
Unsere Türen stehen offen, und wir sind immer zu Gesprächen bereit, wenn Herr Ott das wünscht.

Donnerstag 29. August 2019 13:29 

von Serkan Abrecht

«Wir hoffen, dass Herr Ott andere Dialogpartner fairer behandelt»

BaZ Beitrag 27. August 2019

«Wir hoffen, dass Herr Ott andere Dialogpartner fairer behandelt»

Die Basler Muslimkommission hat am Dienstag eine Stellungnahme verschickt. Darin wehrt sie sich gegen Vorwürfe des Basler Stadtentwicklers Lukas Ott.

Dienstag 27. August 2019 15:55 

von Nina Jecker

Stadtentwickler Lukas Ott hat die Basler Muslimkommission kritisiert. Die wehrt sich in einer Stellungnahme. Foto: Nicole Pont

Nina Jecker

Der Streit rund um die Basler Muslimkommission (BMK) geht weiter. Nachdem der Basler Stadtentwickler Lukas Ott am Montag in der BaZ Kritik an der BMK übte, hat diese am Dienstag eine Stellungnahme an die Medien verschickt. Man habe die Aussagen von Ott «mit Befremden» zur Kenntnis genommen, heisst es darin. Ott sagte unter anderem, dass die Vertretung der Basler Muslime im Dialog mit dem Kanton durch die BMK nicht pluralistisch und demokratisch organisiert sei. Im Gegenteil: In der jetzigen Form bestehe die Gefahr, dass die muslimische Vertretung monopolistisch wahrgenommen werde. Das ist nicht in Otts Sinn, der sagt: «Es kann keinen Alleinvertretungsanspruch der BMK geben.»

Die kritisierte Organisation kontert, man habe es nie auf einen solchen angelegt. Es sei der Wunsch des Kantons gewesen, auf muslimischer Seite einen Ansprechpartner im Bezug zum Islam zu haben, der möglichst viele Vereine vertritt. Seit über 20 Jahre biete die BMK deshalb ehrenamtlich ihre Dienste an, um einen Dialog zwischen der Öffentlichkeit und ihren 18 Mitgliedsorganisationen herzustellen. Dieser finde nicht nur im Interesse der BMK statt, sondern auch im Interesse des Kantons und der Öffentlichkeit.

«Stadtentwickler hat wenig Ahnung von muslimischer Realität»

Nach den Aussagen des Stadtentwicklers, der seit rund zwei Jahren im Amt ist, zeigt sich die Muslimkommission enttäuscht. «Bis das heutige, professionelle Niveau erreicht wurde, sind unzählige ehrenamtliche Stunden investiert worden.» Umso mehr sei es enttäuschend, dass Ott all diese Bemühungen mit keinem Wort würdige. Die kritisierten Muslime wehren sich auch dagegen, als homogene Organisation dargestellt zu werden. Ott monierte, dass die derzeitige Vertretung «der Heterogenität dieser Community nicht gerecht» werde.

Nach den Rechtfertigungen nehmen die Muslime den Stadtentwickler ins Visier. Dieser habe von der muslimischen Realität in Basel-Stadt «wenig Ahnung» – was womöglich damit zu tun habe, dass er seit seinem Amtsantritt im Dezember 2017 kein einziges offizielles Gespräch mit der BMK geführt habe. «In unserem Verständnis heisst Dialog, mit seinen Partner direkt zu sprechen und allfällige Kritik auch mit seinen Partnern direkt zu diskutieren. Herr Ott hat es aber vorgezogen, mit den Medien über seine Partner zu sprechen, weswegen wir auch öffentlich Stellung nehmen.»

Verdacht auf Druck gegen Muslime

Die BMK erweckt weiter den Eindruck, in Zukunft nicht mehr Ansprechpartner sein zu wollen, nennt die Debatte «mühsam» und kritisiert deren Niveau. «Wir hoffen, dass Herr Ott andere Dialogpartner findet und diese dann auch fairer behandelt, als er es mit der BMK tut. Wir wünschen ihm viel Erfolg dabei», heisst es.

Dem Streit vorausgegangen war Kritik von Muslimen an der BMK. Konkret ging es dabei um die Hicret-Moschee, die gegenüber der BaZ und gegenüber Ott ihren Austritt aus der Kommission bekannt gegeben hatte. Kurz darauf wollte man davon aber nichts mehr wissen. Es entstand der Verdacht, der auch von Stimmen aus der Moschee gestützt wurde, dass der Entscheid aufgrund von Druck seitens der BMK gekippt wurde.

Dienstag 27. August 2019 15:55 

von Nina Jecker

Stadtentwickler kritisiert den Basler Islam-Dachverband als gefährliches Monopol

Link->BaZ Beitrag 26. August 2019